Mentor Sport-nach-1
Die Idee:
Ausgewählte Schülerinnen und Schüler ermöglichen anderen Schülerinnen und Schülern in den Pausen oder in Freistunden am Nachmittag ein freies, im großen Unterschied zum Sportunterricht nicht angeleitetes und selbstorganisiertes Sporttreiben in folgenden dafür besonders geeigneten Sportarten:
- Basketball, Fußball, Handball, Volleyball
- Badminton, Tennis, Tischtennis
- Kleine Spiele
- Jonglieren
- Tanz
Im Mittelpunkt des Projektes stehen dabei nicht nur gesundheitliche, sondern vor allem auch persönlichkeitsbildende Aspekte der Eigenverantwortlichkeit. Das Projekt Mentor Sport-nach-1 leistet somit auch einen wichtigen Beitrag zur Werteerziehung in der Schule.
Die Aufgaben:
Die Aufgaben des Mentors Sport-nach-1 beschränken sich auf das Ermöglichen eigenverantwortlichen Sporttreibens der Schülerinnen und Schüler durch die Übernahme organisatorischer Belange. Dem Mentor steht beratend eine Lehrkraft (Mentorenbetreuer) zur Seite.
Die Erfahrungen der Schulen, die bereits Sportprojekte nach diesem Muster eingerichtet haben, sind äußerst positiv und bestätigen eindrucksvoll, dass Schülerinnen und Schüler die Chancen und Möglichkeiten, eigenverantwortlich - auch mal ohne Lehrkraft und fachliche Anleitung - Sport treiben zu können, gerne und durchaus verantwortungsvoll nutzen.
Mindestalter: 15 Jahre (bzw. 14 Jahre, sofern der Schüler im laufenden Schuljahr 15 Jahre alt wird).
BEISPIELE FÜR ERFOLGREICHE SPORT-NACH-1-MENTOREN-PROJEKTE
Ihren ersten Einsatz hatten die neu ausgebildeten Mentoren bei einem Floorball-Turnier für die Grundschüler. Dazu wurden im Vorfeld durch Technik- und Sportlehrer Mario Simon zusammen mit den Kindern Pokale für die Mannschaften designed und anschließend mit dem 3D- Drucker produziert. Von Sebastian Häfner, Konrektor und Sportlehrer, und Ingmar Kühhorn, bei der Regierung von Oberfranken für die schulsportlichen Wettbewerbe zuständig, wurden die Mentoren in ihre Helfertätigkeiten am Kampfgericht und in ihre Schiedsrichtertätigkeiten eingewiesen. Für die Schiedsrichter wurden zudem eigene individuell gestaltete Schiedsrichterpfeifen mit dem 3D-Drucker angefertigt.
Im neuen Jahr ermöglichen die Mentoren dann anderen Schülerinnen und Schülern in den Pausen oder in Freistunden am Nachmittag ein freies, im großen Unterschied zum Sportunterricht nicht angeleitetes und selbst organisiertes Sporttreiben in verschiedenen Sportarten. Im Mittelpunkt des Projektes stehen dabei natürlich nicht nur gesundheitliche, sondern vor allem auch persönlichkeitsbildende Aspekte der Eigenverantwortlichkeit. Das Projekt Mentor Sport-nach-1 leistet somit auch einen wichtigen Beitrag zur Werteerziehung in der Schule Hirschaid.

Ihr Aufgabe ist es dabei, ihren Mitschülerinnen und Mitschülern der 5. und 6. Klassen zusätzliche sportliche Aktivitäten in den Pausen zu ermöglich, indem sie ihnen die Sportgeräte ausgeben und für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Dies verlangt von Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse, den sog. „Sport-nach-1-Mentoren“, ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Verantwortung. Um für diese Aufgabe gerüstet zu sein, wurden alle im Vorfeld durch den Mentoren-Betreuer in den Themenbereichen kleine Bewegungsspiele, Umgang mit Konflikten und räumliche wie zeitliche Organisation geschult.
Das übergeordnete Leitziel bei diesem Projekt ist natürlich der Spaß an der Bewegung durch das gemeinsame Sporttreiben. Aber auch gesundheitliche und persönlichkeitsbildende Aspekte stehen im Mittelpunkt, sowie die Förderung von Teamfähigkeit, Fairness und Kooperation.
Das Mentorenprojekt ist ein tolles Beispiel für einen gelungen Beitrag zur Werteerziehung an der Sportmittelschule Gochsheim!
Eine Woche lang wurden 18 Schülerinnen und Schüler am Anton-Bruckner-Gymnasium Straubing zu Sport-nach-1-Mentoren mit dem Schwerpunkt Volleyball ausgebildet. Achim Engelking, der als Referatsleiter an der Landesstelle für den Schulsport im Bayerischen Landesamt für Schule für den Bereich Sport-nach-1 zuständig ist, freut sich über den neuen Impuls, nachdem er sich vor Ort in Straubing von der hohen Qualität des Pilotprojekts überzeugt hatte: „Was die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung von Dieter Heidrich, Landeslehrwart beim Bayerischen Volleyball-Verband, NawaRo-Bundesliga-Cheftrainer Bart-Jan van der Mark und B-Trainer Florian Niederlechner in dieser Woche geleistet und gelernt haben, ist herausragend und gerade auch unter dem Aspekt der Persönlichkeitsbildung und Werteerziehung ein Gewinn.“ Auf die einführenden Theorieeinheiten folgten direkt die Umsetzungsmöglichkeiten in der Praxis, in der die Jungen und Mädchen immer wieder als Mentoren auftraten und dabei unterschiedliche Organisationsformen und Spielvariationen ausprobieren konnten.

„Eine zusätzliche sportfachliche Grundausbildung der Sport-nach-1-Mentoren sichert die Funktionsfähigkeit von freien Spiel-und Übungsformen – z.B. durch eine sinnvolle Gruppeneinteilung oder bei der Übernahme von Schiedsrichteraufgaben – trägt zu einer gelingenden Steuerung der schulischen Sportgruppen bei Entscheidungsprozessen und Konfliktlösungen bei und fördert den Sicherheitsaspekt und das verantwortungsvolle Miteinander im Team.“, erläutert BVV-Präsident Klaus Drauschke das Konzept der sportartspezifischen Mentorenausbildung.

Das Pilotprojekt fand auch bei Bart-Jan van der Mark, dem Chefcoach von NawaRo Straubing, dem ortsansässigen Bundesligisten viel Lob. Seit 2011 arbeitet der Verein bereits mit dem Anton-Bruckner-Gymnasium im Sport-nach-1-Modell zusammen und bietet einmal wöchentlich eine Sportarbeitsgemeinschaft im Volleyball an. Van der Mark, der seit seinem 14. Lebensjahr als Trainer aktiv ist, begleitete den Lehrgang die gesamte Woche über. „Ich denke es ist ein sehr gutes Projekt“, so der Niederländer. „Es ist wichtig, Kinder schon frühzeitig dafür zu begeistern, Sport zu treiben, aber gleichzeitig auch junge Heranwachsende dafür zu motivieren, die Betreuungsaufgaben zu übernehmen“, so van der Mark. Somit entsteht auch hier wieder ein erfolgreicher Brückenschlag zwischen Schule und Verein, um mittelfristig ehrenamtlichen und sportlichen Nachwuchs als Spieler/innen und Übungsleiter/innen zu gewinnen.
Nach einer sehr intensiven Woche mit 40 Unterrichtseinheiten zeigte sich BVV-Lehrwart Dieter Heidrich begeistert von den 18 Schülerinnen und Schülern, die am Pilotprojekt teilnahmen: „Egal ob mit oder ohne Volleyballerfahrung. Alle waren hoch motiviert und sind jetzt gut ausgebildet in allem, was sie benötigen, um mit ihren Mitschülern als Sport-nach-1-Mentoren Volleyball betreiben zu können.“ Die Inhalte des Lehrgangs waren dabei gesplittet in Volleyball-Technik und organisatorische Fragen rund um „Sport-nach-1“.
Maßgeblichen Anteil am Erfolg des Pilotlehrgangs hatte auch die Oberstudienrätin Monika Seidel, die das Projekt am Bruckner-Gymnasium vorbereitet und begleitet hat. „Volleyball hat an unserer Schule einen sehr hohen Stellenwert und in den letzten zehn Jahren haben wir schon einiges in der Sportart bewegt. Als Stützpunktschule im Volleyball nehmen wir auch regelmäßig an den Schulsportwettbewerben teil: 2019 haben wir als Landessieger im Volleyball mit den Mädchen in der Wettkampfklasse III einen hervorragenden vierten Platz beim Bundesfinale Jugend trainiert für Olympia in Berlin belegt. Im Beachvolleyball war die Bayerische Vizemeisterschaft im Mixed bisher unser größter Erfolg.“ Die Schülerinnen und Schüler und ihre Sport-nach-1-Mentoren in Straubing bleiben auf jeden Fall weiter am Ball!
Und bei zukünftigen Sportprojekten können sich die Lehrkräfte am ABG nun auf die tatkräftige Unterstützung durch die Sport-nach-1-Mentoren freuen, zum Beispiel bei der Betreuung von Bewegten Pausen, als Unterstützung bei Bundesjugendspielen oder im Wahlunterricht sowie als zusätzliche Hilfen in den Ganztagsklassen.
Fotos: Monika Seidel und BVV
30 volleyball- und sportbegeisterte Schülerinnen und Schüler des Maria-Theresia-Gymnasiums Augsburg wurden zu Sport-nach-1-Mentoren mit dem Schwerpunkt Volleyball ausgebildet. Achim Engelking, der als Referatsleiter an der Landesstelle für den Schulsport im Bayerischen Landesamt für Schule für den Bereich Sport-nach-1 zuständig ist, freute sich über die Fortführung der volleyballspezifischen Mentorenausbildung unter der Federführung des Bayerischen Volleyball-Verbandes. „Was die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung von Dieter Heidrich, Landeslehrwart beim Bayerischen Volleyball-Verband, in der letzten Woche vor den Weihnachtsferien geleistet und gelernt haben, ist herausragend. Insbesondere unter den Aspekten der Persönlichkeitsbildung, der Werteerziehung und des volleyballspezifischen Lernzuwachses stellt die einwöchige Ausbildung für alle Beteiligten einen großen Gewinn dar.“ Auf die einführenden Theorieeinheiten folgten direkt die Umsetzungsmöglichkeiten in der Praxis, in der die Jungen und Mädchen immer wieder als Mentoren auftraten und dabei unterschiedliche Organisationsformen und Spielvariationen ausprobieren konnten.
„Eine zusätzliche sportfachliche Grundausbildung der Sport-nach-1-Mentoren sichert die Funktionsfähigkeit von freien Spiel- und Übungsformen – z.B. durch eine sinnvolle Gruppeneinteilung oder bei der Übernahme von Schiedsrichteraufgaben – trägt zu einer gelingenden Steuerung der schulischen Sportgruppen bei Entscheidungsprozessen und Konfliktlösungen bei und fördert den Sicherheitsaspekt und das verantwortungsvolle Miteinander im Team.“, erläutert BVV-Lehrwart Dieter Heidrich die Idee hinter der sportartspezifischen Mentorenausbildung.
Nach einer sehr intensiven Woche mit 40 Unterrichtseinheiten zeigte sich auch die Schulleiterin Frau Dr. Katja Bergmann begeistert vom Sport-nach-1-Mentoren-Projekt: „Das zusätzliche Engagement der zukünftigen Sport-nach-1-Mentoren und die Bereitschaft, für andere die Verantwortung im organisatorischen Bereich zu übernehmen und für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen, finde ich großartig!“
Während die meisten bayerischen Gymnasiasten schon in den Weihnachtsferien waren, absolvierten die Jugendlichen die letzten Unterrichtseinheiten. Für ihre große Motivation und Disziplin erhielten die Absolventen nicht nur viele lobende Worte, sondern im Rahmen einer Ehrung auch ihre Mentorenzertifikate und die Mentoren-T-Shirts, die von der Bayerischen Fördergemeinschaft für Sport in Schule und Verein zur Verfügung gestellt werden. „Im Schulterschluss zwischen Schule und Verein wollen wir durch die Sportarbeitsgemeinschaften (SAGs) und die Mentorenausbildung nicht nur die Mitglieder, sondern auch die Übungsleiter der Zukunft für unsere Vereine gewinnen!“, betonte BVV-Vizepräsident Richard Drechsel.
Maßgeblichen Anteil an der gelungenen Umsetzung der volleyballspezifischen Mentorenausbildung am Maria-Theresia-Gymnasium Augsburg hatten von schulischer Seite die beiden Lehrkräfte Nicole Adamczyk und Daniel Schlicker, die auch für die Teilnahme an den Schulsport-Wettbewerben Jugend trainiert für Olympia & Paralympics sowie für die SAGs und die Koordination des Volleyballstützpunktes mit dem TSV Haunstetten verantwortlich sind. Bayernweit gibt es im laufenden Schuljahr 370 Volleyball-Kooperationen im Sport-nach-1-Modell (SAGs und Stützpunkte). Dass dieser Schulterschluss zwischen Schule und Verein mittelfristig auch sportlich Früchte trägt, zeigen die guten Platzierungen der MTG-Schulmannschaften bei den Volleyball-Bezirksfinals und der 3. Platz beim Landesfinale in der WK IV der Jungen 2023.

