Lehrerfortbildung im Schulsport
Lebenslang lernen! Für (Sport-)Lehrkräfte in Bayern Ansporn zu persönlicher Entwicklung und Verpflichtung zugleich
LehrplanPlus, Inklusion, Migration, Lehren und Lernen im Zeitalter der digitalen Transformation, … - die erste und zweite Phase der Lehrerbildung (Studium und Referendariat) sind eine gute Basis für schulisches Wirken. Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen und überarbeiteter fachlicher Anforderungen unterstützt insbesondere die dritte Phase der Lehrerbildung (Lehrerfortbildung) (Sport-)Lehrkräfte aller Schularten, sich während ihres gesamten Berufslebens persönlich und fachlich weiterzuentwickeln.
Praxisnahe Fortbildungsangebote stärken Sportlehrkräfte für die Bewältigung der vielfältigen Anforderungen des Schulalltags. Sie erweitern deren Wissen und Kompetenzen und bieten die Möglichkeit, auch einmal innezuhalten und das eigene pädagogische oder fachliche Wirken im Austausch mit anderen Lehrkräften zu reflektieren und aus der Distanz zu betrachten.
Nach einigen Berufsjahren ist es für Kolleginnen und Kollegen oft ein Ansporn, eigene Erfahrungen und zusätzlich angeeignete Kompetenzen in beratender oder koordinierender Tätigkeit bzw. im Rahmen fachlicher Führungsaufgaben weiterzugeben.
Alle Maßnahmen zielen darauf ab, die Qualität des bayerischen Bildungssystems auf hohem Niveau zu halten und zukunftsfähig auszurichten. Im Dialog mit den verschiedenen Ebenen der staatlichen Lehrerfortbildung und auf Grundlage der Bedarfe vor Ort legt das Staatsministerium alle zwei Jahre ein Schwerpunktprogramm für die inhaltliche Fokussierung der Lehrerfortbildung in Bayern fest.
Lehrgangsangebote im Schuljahr 2025/2026 (2. Schulhalbjahr)
Das breite Angebot reicht von Lehrgängen zu den Ballsportarten Handball und Fußball sowie Volleyball, über Leichtathletik und Orientierungslauf für drinnen und draußen, Sportklettern, Erlebnispädagogik bis hin zu Kinder-Yoga in der Grundschule uvm.
Hier geht es zur Übersicht aller Laspo-Lehrgänge auf Fibs mit den jeweiligen Bewerbungslinks; bitte den dort angegebenen Bewerbungsschluss beachten.
Zur Lehrgangsübersicht
Aktueller Lehrgangstipp für das kommende Schuljahr:
Sichtung und Weiterbildung im Sportklettern
(LG-Nr. 26.-27.1-918-01 am 26.09.2026)
Im kommenden Schuljahr bietet die Lehrerfortbildung wieder eine Sichtung und Weiterbildung im Sportklettern an. Bitte beachten, dass die Anmeldung schon jetzt möglich und der Bewerbungsschluss für den Sichtungslehrgang bereits am 19.06.2026 ist.
Die Sichtung im Sportklettern – ab Jgst. 5 findet am Samstag, den 26.09.2026 von 09:00 – 17:30 Uhr im DAV Kletterzentrum Regensburg, Am Silbergarten 6, 93138 Lappersdorf/Kareth statt.
Ziel dieses eintägigen Sichtungs- sowie des gesondert stattfindenden einwöchigen Weiterbildungslehrgangs ist es, Sportlehrkräfte für die Leitung von Interessengruppen „Sportklettern“ bzw. „Bouldern“ im Rahmen des Differenzierten Sportunterrichts bzw. der Profil- und Leistungsstufe der gymnasialen Oberstufe zu gewinnen und zu qualifizieren. Der erfolgreiche Abschluss des Sichtungslehrgangs berechtigt gemäß den Durchführungsbestimmungen der KMBek über die Weiterbildungsmaßnahmen im Rahmen der Staatlichen Lehrerfortbildung für den Sportunterricht vom 4. November 2005 zur Teilnahme am Weiterbildungslehrgang im Sportklettern (LG 26-27.1-918-02 vom 12. bis 16.10.2026). Bei der Sichtung müssen zwei Kunstwand-Routen im Schwierigkeitsgrad VI+ im Vorstieg durchklettert werden; dabei werden die persönliche Klettertechnik sowie das Sicherungsverhalten überprüft. Nur für Lehrkräfte mit der Unterrichtsberechtigung im Fach Sport. Eine Bewerbung für die Weiterbildungswoche ist nicht möglich! Nach erfolgreicher Sichtung erfolgt die automatisierte Einbuchung in die Weiterbildung.
Anmeldung und weitere Hinweise: siehe FIBS.
Bewerbungsschluss: 09.07.2026.

„Sich an Geräten kreativ und sicher bewegen“ bietet Schülerinnen und Schülern zahlreiche Möglichkeiten, ihre sportlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten in verschiedenen Situationen zu erproben und zu erweitern. Im Vordergrund dieser Fortbildungsreihe mit sieben Tageslehrgängen stand das Turnen an Gerätelandschaften, die vielfache Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung eröffnen und dadurch sehr gut dazu genutzt werden können, um den Unterricht auf die individuellen Voraussetzungen der Lernenden auszurichten.
Die Themen Aufbau und Sicherheit wurden anhand konkreter Übungsbeispiele zunächst besprochen und konnten anschließend von den Teilnehmenden selbst erprobt werden. Bei der Rolle vorwärts auf den Mattenberg wurden beispielsweise verschiedene Grifftechniken für die Hilfestellung demonstriert: an Nacken und Rücken halten oder die Sandwichtechnik. Im Rahmen der Eigenrealisation konnten die Teilnehmenden nach der theoretischen Einführung für sich ausprobieren, welche Grifftechnik einfacher ist, aber auch wie sich die unterschiedlichen Techniken für die Schülerinnen und Schüler anfühlen. Diese praktischen Erfahrungen sollen dazu beitragen, den Lehrkräften die Scheu vor bestimmten turnerischen Elementen zu nehmen und gleichzeitig das Verständnis für bestimmte Reaktionen und Unsicherheiten der Schülerinnen und Schüler zu fördern.
Großen Anklang fanden auch die Partnerübungen und Gruppenaufgaben, die teils als Hinführung zu bestimmten Übungen und teils als Variationen vorgestellt wurden. So wurden beim Trampolinspringen verschiedene Sprungvarianten vom Leichten zum Schweren zunächst als „Trockenübung“ mit Unterstützung von einem oder auch zwei Partnern durchgeführt, ehe Strecksprung, Hocksprung, Grätschsprung und Grätschwinkelsprung nacheinander in die Gerätelandschaft beim Trampolin, am Boden und als Abgang vom Balken eingebaut wurden. Als neue Aufgabenstellungen gab es Synchronturnen, Dominosprünge, Farbenspiele oder zusätzliche koordinative Aufgaben mit Bällen, die beim Trampolinspringen gefangen, geworfen, gepritscht oder geschossen werden sollten. Insbesondere durch die Partner- und Teamübungen hat sich eine große Eigendynamik entwickelt. Das hat auch das Referententeam gefreut:



