Sport in Schule und Verein
Das Bayerische Kultusministerium und der Bayerische Landes-Sportverband haben 1991 das Kooperationsmodell Sport-nach-1 in Schule und Verein gegründet als Bindeglied zwischen dem schulischen Sportunterricht und dem Breiten- und Leistungssport im Verein.
Sport-nach-1 eröffnet den Kooperationspartnern die Möglichkeit eines qualifizierten, den Sportunterricht ergänzenden, freiwilligen Nachmittagsangebotes in ungefähr 80 Sportarten.
Den jeweiligen Partnern, Schule und Sportverein, bleibt es dabei überlassen, ob eine Kooperation in Form breitensportlich ausgerichteter Sportarbeitsgemeinschaften oder leistungssportlich orientierter Stützpunkte angestrebt wird. Beide Kooperationsformen werden vom Staatsministerium nach unterschiedlichen Modellen gefördert.
Die Landesstelle für den Schulsport ist die Koordinierungsstelle für das Kooperationsmodell Sport-nach-1 in Schule und Verein und steht den Partnern beratend zur Verfügung. Alle wichtigen Informationen sind in der Online-Broschüre zusammengefasst. Eine Kurzinformation für Vereine ist hier zu finden.
Sonderaktionen als Starthilfe für Schul- und Vereinskooperationen
Die Bayerische Fördergemeinschaft für Sport in Schule und Verein unter dem Vorsitz der Bayerischen Staatsministerin für Unterricht und Kultus, Anna Stolz, fördert das Sport-nach-1-Modell durch sog. Sonderaktionen. Diese werden in Kooperation mit den beteiligten Sportfachverbänden angeboten und finanziert.
Für zusätzliche Bewegung an den Schulen durch das Ermöglichen von nicht angeleiteten Sportangeboten sorgen die Sport-nach-1-Mentoren.
Sportvereine als Bewegungspartner im sportorientierten Ganztag
Im Zuge der Einführung des Rechtsanspruchs auf eine Ganztagsbetreuung an Grundschulen berät die Landesstelle für den Schulsport Schulen und Sportvereine aus sportfachlicher Sicht bei der Anbahnung und Durchführung des sportorientierten Ganztags, in dem qualifizierte Sport- und Bewegungsangebote einen wesentlichen Beitrag zur Rhythmisierung, zur gesunden Lebensführung sowie zur Sichtung und Förderung von Talenten leisten können. Weitere Informationen sind unter Sport im Ganztag zu finden.

schon länger an der Realschule Wassertrüdingen. Ganz neu war ein Pilotprojekt zur tennisspezifischen Mentorenausbildung, das im Rahmen von drei Projekttagen in der letzten Schulwoche mit acht tennisbegeisterten Schülerinnen und Schülern durchgeführt worden ist. Dazu eingeladen waren auch Vertreter der Landesstelle für den Schulsport und des Bayerischen Tennis-Verbands, die die Ausbildung einen Tag lang interessiert beobachtet und begleitet haben.
Hüttner seinen angehenden Sport-nach-1-Mentoren gezeigt, wie man auch Tennis in der Schule bzw. auf dem Pausenhof spielen kann. Zum Beispiel mit einem selbst gebauten Netz aus Getränkekisten und einem Kantholz, das ganz leicht höher oder tiefer gemacht werden kann. In Theorie- und Praxiseinheiten haben die Schülerinnen und Schüler viel gelernt, selbst ausprobiert und ihre Erfahrungen dann auch gleich in die Praxis umgesetzt: am ersten Tag im Wahlfach Tennis der Realschule und am zweiten Tag bei der Organisation und Durchführung der Schulmeisterschaften. Der dritte Praxisbaustein, eine Übungsstunde als Trainerassistenten im Vereinstraining des MTC Wassertrüdingen, musste hitzebedingt leider ausfallen. „Mein Ziel ist es, über die tennisspezifische Mentorenausbildung zunächst Trainerassistenten und später auch neue Übungsleiter für den Tennisverein zu gewinnen.“, so Martin Hüttner. Die neu ausgebildeten Trainerassistentinnen und Trainerassistenten sollen künftig nicht nur das Vereinstraining unterstützen, sondern sich auch in der Schule engagieren – etwa beim Pausensport, im Wahlfach Tennis, bei Unterrichtseinheiten im Sportunterricht, bei Schnupperangeboten für Grundschulkinder sowie im offenen Ganztag. Einige der Jugendlichen brachten sich bereits vor ihrer Ausbildung mit großem Engagement in diesen Bereichen ein.
Zum Abschluss des Projekts waren Schulleiter Thilo Lüftl, der Präsident des MTC Wassertrüdingen, Daniel Streitenberger, der zweite Bürgermeister der Stadt Wassertrüdingen, Klaus Schülein, und Achim Engelking von der Landesstelle für den Schulsport anwesend. Der Referatsleiter für die Zusammenarbeit von Schule und Verein betonte die Wichtigkeit von Schul-Vereinskooperationen sowie des Mentoren-Projekts und überreichte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern T-Shirts mit dem Aufdruck „Mentor-Sport-nach-1“ und Materialien für den Bewegten Pausensport. Beide Initiativen werden maßgeblich durch die Bayerische Fördergemeinschaft für Sport in Schule und Verein unter dem Vorsitz der Kultusministerin Anna Stolz unterstützt.
Das Bayerische Kooperationsmodell Sport-nach-1 ist einzigartig: Pro Schuljahr werden rund 3.000 Sportarbeitsgemeinschaften an fast 1.000 Schulen angeboten. Gemeinsam mit den ortsansässigen Sportvereinen können die Schulen dadurch zusätzliche, qualifizierte Bewegungsangebote schaffen und somit die vielseitigen Talente ihrer Schülerinnen und Schüler fördern.
Als Starthilfe bzw. um weitere Geräte bzw. Parkourelemente anschaffen zu können, erhielt die Grund- und Mittelschule Türkheim im Rahmen der Sonderaktion Turnen und andere BTV-Sportarten einen Gutschein von Sport Thieme in Höhe von 300 €. Die Gutscheinübergabe durch den Vorsitzenden des Turngaus Unterallgäu-Memmingen, Manfred Münsch, und Ute Müller von Sport Thieme erfolgte im Rahmen der wöchentlich stattfindenden SAG im Beisein des Schulleiters Franz Overbeck, des SAG-Verantworlichen Chris Walter, und des Bürgermeisters Christian Kähler sowie den Übungsleitern des TV Türkheim 1891 Andi Buch, Petra Hämmerle und Susanne Schank.







