Schulsport-Wettbewerbe
Mit knapp 50 Schulsport-Wettbewerben hat Bayern im bundesweiten Vergleich eines der umfangreichsten Angebote. Es umfasst sowohl traditionelle Schulsportarten als auch Trendsportarten und neue sportliche Ausdrucksformen. Attraktive Spiel- und Sportfeste, spielerische Grundschulwettbewerbe, behindertengerechte Mehrkämpfe und die Bundesjugendspiele runden die Angebotspalette ab.
Um die Gemeinschaft zu fördern werden alle Wettbewerbe als Mannschaftswettbewerbe ausgetragen. Diese richten sich an leistungssportlich wie breitensportlich orientierte Schülerinnen und Schüler und bieten ein vielfältiges Angebot von der Kreisebene über die Landes- bis hin zur Bundesebene.
Die Teilnahme von ca. 90.000 Jungen und Mädchen an den bayerischen Schulsport-Wettbewerben pro Schuljahr ist nicht nur ein deutliches Zeichen für die Sportbegeisterung der Schülerinnen und Schüler, sondern insbesondere auch für die Bereitschaft der Lehrkräfte, sich über ihre vielfältigen unterrichtlichen Verpflichtungen hinaus für die Kinder und Jugendlichen zusätzlich zu engagieren. Der bundesweite Schulsport-Wettbewerb Jugend trainiert für Olympia & Paralympics, an dem auch zahlreiche Olympioniken aus dem Freistaat in ihrer Schullaufbahn teilgenommen haben - wie z.B. Viktoria Rebensburg, Felix Neureuther oder Felix Loch - ist ein einzigartiges Erlebnis für Schülerinnen und Schüler.
Der Rhein-Main-Donau-Schulcup und der Internationale Bodenseeschulcup sind länderübergreifende Vergleichswettkämpfe in den Sportarten Gerätturnen und Schwimmen sowie in der Leichtathletik.
Die Vorbereitung und Organisation der Schulsportehrung, bei der die besten bayerischen Schulsportmannschaften durch die bayerische Kultusministerin im feierlichen Ambiente des Kaisersaals in München geehrt werden, sowie die Organisation und Durchführung des bayerischen Lehrermarathons als Team-Event für die bayerischen Lehrkräfte gehören ebenfalls ins Portfolio des Referats.

Bei der Abschlussveranstaltung in Berlin war Kultusministerin Anna Stolz, die aktuell auch den Vorsitz der Bildungsministerkonferenz inne hat, diesmal persönlich vor Ort. Sie überreichte die Medaillen und feierte ganz besonders die Platzierungen der bayerischen Schulteams, die mit zwei Gold-, vier Silber- und zwei Bronzemedaillen enorm erfolgreich waren. "Beim Bundesfinale haben die Sporttalente gezeigt, dass Leistung etwas verdammt Cooles ist", so die Staatsministerin, die sich darüber auch im Gespräch mit dem Olympiasieger Robert Harting austauschen konnte, der als Fackelträger die Abschlussfeier eröffnete.
Die größte Sensation gelang den Mädchen des Josef-Effner-Gymnasiums aus Dachau, die nach einem 2:0 Erfolg über die Elly-Heuss-Schule aus Wiesbaden (Hessen) ausgelassen den Bundessieg feierten.
Weitere Silbermedaillen gingen an die U18 Volleyballer des Gymnasiums München Nord, die im Finale dem Schul- und Leistungssportzentrum Berlin mit 0:2 Sätzen unterlagen.
Gerätebahn, an der die fünfköpfigen Teams gleichzeitig als Gruppe turnen, wobei es beim Vortrag neben der individuellen Ausführung vor allem um die Synchronität der gezeigten Elemente geht. Hinzu kommen die Sonderprüfungen Staffellauf, Standweitsprung und Stangenklettern. Dabei werden Fertigkeiten abgeprüft, die zur turnerischen Grundausbildung gehören. Den bayerischen Turntalenten wird ihr Wettkampf dank der Erfolge, aber auch dank der beiden Turn-Patinnen positiv in Erinnerung bleiben: Meolie Jauch, elffache Deutsche Jugendmeisterin und WM-Teilnehmerin von 2023, und Michelle Timm, die zwischen 2010 und 2012 dreimal mit ihrer Berliner Schule Bundessiegerin im Gerätturnen wurde, waren zu Gast in der Schöneberger Sporthalle. Als Patinnen wollten sie den Nachwuchstalenten zeigen, wie wichtig Teamgeist, Fairness und Durchhaltevermögen im Sport sind.
An die Erfolge des Vorjahres konnten die bayerischen Teams auch im Badminton und Basketball anknüpfen: das U16-Mixed-Team der Bertolt-Brecht-Schule Nürnberg wurde Vize-Bundessieger im Badminton, und die U18 Basketballerinnen des Matthias-Grünewald-Gymnasiums aus Würzburg belegten den 3. Platz mit einem 50:25 Erfolg im kleinen Finale gegen Mecklenburg-Vorpommern.
Das Bundesfinale stand dabei aus aktuellem Anlass unter dem Motto: Wir trainieren für die Spiele in Deutschland. Die Gespräche in Berlin machten deutlich, dass Jugend trainiert für Olympia & Paralympics nicht nur ein bewährtes Instrument der Nachwuchsförderung ist, sondern auch ein strategischer Partner für die Sportentwicklung in Deutschland sein kann. Durch seine breite Verankerung im Schulsystem erreicht der Wettbewerb auch Kinder und Jugendliche, die bislang nicht in Sportvereinen aktiv sind.
Ein Blick auf den Medaillenspiegel beim diesjährigen Winterfinale des Bundeswettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ macht deutlich: Bayern ist und bleibt die unangefochtene Nummer eins als Wintersportland und Medaillengarant im deutschen Schulsport. Dieser Erfolg mit sage und schreibe viermal GOLD, dreimal SILBER und weiteren Top-Platzierungen in den Disziplinen „Ski Alpin“, „Skilanglauf“ und „Skispringen“ ist das Resultat der zielgerichteten und erfolgreichen Verzahnung von schulischer Bildung und sportlicher Nachwuchsleistungssportförderung.


